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Mìstské informaèní
støedisko Hartmanice

Hartmanice 40
342 01 Sušice
Tel.: 376 593 059
email:
ishartmanice@muhartmanice.cz

Oficiální stránky mìsta:
www.muhartmanice.cz

 

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Informationen im Deutschen


Ein altes Bergmannstädtchen und ehemalige Raststätte am alten Handelsweg von Bayern nach Böhmen, gelegen in 712 m Höhe 10 km südwestlich von Sušice an der Grenze des Landschaftsschutzgebietes Šumava (Böhmerwald). Die Stadt wird dominiert von der gotischen Kirche St. Katharina aus dem 15. Jahrhundert, die im 18. Jahrhundert im Barockstil umgebaut wurde. Am oberen Marktplatz befindet sich ein Steinbrunnen aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und ein Böhmerwaldhaus mit Halbwalmdach. Die Synagoge aus dem Jahr 1883 erhielt ihr ursprüngliches Aussehen zurück und im Jahre 2006 wurde sie wieder geöffnet. Mehr unter www.hartmanice.cz

Geschichte und Gegenwart

Die erste urkundliche Erwähnung von Hartmanice stammt aus dem Jahre 1315. Im 14. – 16. Jahrhundert wurde in der Umgebung viel Gold gefördert. Dies führte zur wirtschaftlichen Blüte der Gemeinde. Später entstanden in diesem Gebiet Glashütten (auch Schleifereien, Spiegelhütten), von denen einige noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Betrieb waren. Sie produzierten Weiß-, Farb- und Hohlglas. Die Entwicklung des Städtchens wurde durch den Dreissigjährigen Krieg gestoppt, Goldgruben wurden verlassen und das Städtchen wurde eingeäschert. Einige Jahre blieb Hartmanice völlig verlassen. Erst Ende des 17. Jahrhunderts wurde der Ort wieder durch Auswanderer aus Schwaben besiedelt, die bis zum Zweiten Weltkrieg die Mehrheit der Bevölkerung bildeten. Im Jahre 1938 wurde das Grenzgebiet ins "Grossdeutsche Reich" eingegliedert. Nach dem Krieg wurden die Deutschen ausgesiedelt und im Juni 1945 übernahmen neue tschechische Ansiedler wichtigste Geschäfte, Gewerbe und Landwirtschaften. 40 Jahre lang war Hartmanice die letzte Ortschaft vor dem Militärgebiet, das entlang der bayerisch-böhmischen Grenze eingerichtet wurde und ohne Bewilligung nicht betreten werden durfte.

Seit 1992 besitzt die Gemeinde den Status einer Stadt. Zur Zeit ist Hartmanice eine Verwaltungsgemeinde für 22 Ortschaften. Insgesamt leben hier rund 1200 Einwohner. Zur Infrastruktur gehört ein Kindergarten, eine Grundschule, ein Ärztehaus und ein neues Altersheim. Von 1994 bis 2000 wurde in der Stadt eine Wärmeleitung und eine Fernheizanlage mit Holzabfallverbrennung gebaut. Dadurch wurde die Luftverschmutzung verringert, ohne die Heizkosten zu erhöhen. Vor zwei Jahren wurde ein neuer Mehrzwecksportplatz mit Kunststoffbelag fertiggestellt. Die wunderschöne Natur des Nationalparks Šumava, ein dichtes Netz von markierten Rad- und Wanderwegen sichern dem Gebiet von Hartmanice einen Platz unter touristisch attraktiven Regionen.

Dobrá Voda (Gutwasser) bei Hartmanice

Der alte Wallfahrtsort mit seinem Heilwasserbrunnen liegt hoch über der Stadt Hartmanice. Früher kamen die Pilger zur Kirche des Heiligen Vintíø (Gunther). Heute kommen hierher auch Leute, die sich für jüdische Kultur interessieren. Im Jahre 1997 entstand in Dobrá Voda das Museum des Dr. Šimon Adlers. Dr. Adler war ein bedeutender Rabbiner, Gelehrter und Pädagoge. Im Jahre 1944 wurde er Opfer des Holocaustes. Die Gedenkstätte in seinem Elternhaus ist gleichzeitig den 110 jüdischen Gemeinden im westböhmischen Grenzgebiet gewidmet. Die Ausstellung ist nicht nur der Familie Adler, sondern auch jüdischen Traditionen, Feiertagen und dem Alltagsleben gewidmet. In der unweit davon gelegenen Kirche des Hl. Vintíø befindet sich ein Glasaltar der Künstlerin Vladimíra Tesaøová. Das Retabel von 4,5 x 3,2 m ist in seiner Größe und mit einem Gewicht von fast vier Tonnen ein einzigartiges Werk, das wohl auch einzigartig an die traditionelle Glasindustrie des Böhmerwaldes anknüpft. Die Wände der Kirche schmücken vierzehn Glasplastiken des Kreuzweges von der gleichen Künstlerin.
Öffnungszeiten Šimon-Adlers Museum: April - Oktober 9.00 – 12.00 12.30 – 17.00, November – März : 9.00 – 12.00 12.30 – 16.00, montags geschlossen. Tel.: +420 376 593 412
Besichtigungen der Kirche des Hl. Gunthers: Dienstag - Sonntag jeweils von 09:30 bis 11:30 und von 12:45 bis 16:30 Uhr.

Bøezník (Gunthersberg)

1006 m ü. M., 2,3 km von Dobrá Voda. Am Gipfel befindet sich der Felsen Vintíøova skála (Guntherfelsen), von hier aus ist eine schöne Aussicht auf das Vorgebirge des Böhmerwaldes. Unter dem Felsen steht die Kapelle des Hl. Gunther.

Sehenswertes:

- Ursprünglich gotische St. Katharina Kirche aus dem 15. Jahrhundert, im 18. Jahrhundert barock umgebaut

- Statue des Heiligen Johannes von Nepomuk vor der Kirche in Hartmanice aus dem 18. Jahrhundert

- Alter Friedhof mit kleiner Kapelle der Jungfrau Maria

- Berg Hamižná hora (853 m ü. M.) – Beschützerwinkel mit dem Lehrpfad (widmet sich hiesiger Natur, alten Handelspfaden und der Goldförderung

- Die Kirche St. Gunther (Vintíø) in Dobrá Voda bei Hartmanice wurde im Jahre 1706 auf der Stelle einer ursprünglichen Holzkapelle erbaut. Der Turm wurde im 1777 dazugebaut. Wieder geweiht wurde die Kirche zum Guntherjubiläum im Jahre 1995 (950 Jahre seit seinem Tod)

- Der gläserne Altar in der Kirche St. Gunther - ein Relief mit drei Flügeln und den Maßen 4,5m x 3,2 m. Der mittlere Teil des Triptychons stellt das Hauptthema des Christentums - Christi Kreuzigung - dar. Die beiden Seitenflügel des Triptychons zeigen jene Heiligen, die ein historisches und persönliches Verhältnis zu Gunthern haben.

- St.-Gunther-Kapelle unter dem Guntherfelsen am Berg Bøezník. Hier stand früher eine Holzkapelle. Im Jahr 1992 wurde diese Kapelle wiedererbaut und geweiht.

-  Šimon Adler Museum in Dobrá Voda. Die Ausstellung widmet sich dem Leben der Familie Adler, der Kultur und der Religion jüdischer Einwohner im westböhmischen Grenzgebiet

- Schneegruben – alte Schächte, Spuren der Goldförderung, in denen bis Ende Juni Schnee liegt.

- Zahlreiche Böhmerwaldhäuser

-  Schloss Kundratice. Im Kataster von Hartmanice befinden sich sieben Barockschlösser, zur Zeit in Privateigentum

- Das Schlösschen Karlov, heute Militärerholungsheim, ist das letzterhaltene Schlösschen der sog. „Haferbarone“ – des kleinen Adels, dem die Anwesen in der Umgebung von Hartmanice gehörten. Seine jetzige Gestalt gewann es 1868. Das Schlösschen, die Kapelle und der Park sind im Verzeichnis der durch den Staat geschützten Denkmäler eingetragen.

- Totenbretter bei Kochanov aus dem Jahre 1936 – die letzten von den in der Gegend ursprünglich vorhandenen

Sportmöglichkeiten : Sportplatz, Radwege, Skilift, Pferdereiten.
Internet steht im Infocentrum Hartmanice zur Verfügung.

Wandervorschläge

Auf die Hochebenen um Kochánov Hartmanice - Dobrá Voda - Pustina - Vintíøova skála - Stará Hu – Zhùøí (Haidl) - Hadí vrch - Kochánov - Mochov - Peklo - Hartmanice - 28 km. Sehenswertes : Beschützterwinkel Hamižná, Dobrá Voda (Gutwasser), Felsen Vintíøova skála, einzigartige Aussichten vom Hühel Hadí vrch, Böhmerwaldarchitektuk, Mochov – von dem Staat geschützte Lärchen, Sterzmühle (eine alleinstehende Mühle). Im J. 2000 wurden in Staré Zhùøí (Haidl) eine neue Kapelle und daneben ein Denkmal der im II. Weltkrieg gefallenen amerikanischen Soldaten erbaut.

Aussichtsrundgang Hartmanice Hartmanice – Karlov - Rovina - Vintíøova skála - Pustina - Dobrá Voda - Hartmanice - 10 km. Sehenswertes : Schlößchen Karlov, Felsen Vintíøova skála mit Kapelle, Kirche, Quelle und Adlers Jüdisches Museum in Dobrá Voda, Lehrwinkel Hamižná.

Um den Berg Køemelná herum, Schneegruben Hartmanice - Dobrá Voda - Pustina – Stodùlky (Stadeln) - Paštì ( dieser Weg ist nur von 1. 7. bis 30. 9.geöfnet) – Velký Babylon - Snìžné jámy (Schneegruben) - Malý Babylon - Dobrá Voda - Hartmanice – 23 km. Sehenswertes : Dobrá Voda, Felsen Vintíøova skála (Guntherfelsen), Schneegruben – Überreste nach Golderzgewinnung unterhalb des Berges Køemelná.

Mouøenec Hartmanice – Kundratice – Štìpanice - Velký Radkov - Radešov – Mouøenec – Annín - Nové Mìsteèko – Hartmanice - 15 km. Sehenswertes : Schloss Kundratice, der Harzofen in Velký Radkov – ein technisches Denkmal, Sankt Moøickirche (St. Maurenzen-Kirche) in Mouøenec – kleine spätromanische Kirche, wertvolle Wandmalerein im Südportal, ehemalige Glashütte in Annín (die Besichtigung möglich, Tel.: +420 376 593 381)

Wanderung durch das Tal des Baches Pstružný potok Hartmanice –Peklo – Mochov – Kochánov - Radkov - Stará Hu - Busil - Žežulka – 25 km Sehenswertes: Totenbretter bei Kochánov, Busil (Typischer Freienbauernhof im Waldhwozd im Böhmerwald).